NICKEL FENSTER

seit 1899


Schwabe übernimmt das Ruder bei Nickel-Fenster


Armin Knab ist neuer Geschäftsführer beim Weißwasseraner Unternehmen. Er will den Weg des Vorgängers weitergehen.
 
 
gottfried haberhausen links fuehrte bislang die geschicke 2290357Gottfried Haberhausen (links) führte bislang die Geschicke des Weißwasseraner Unternehmens. Er wird nun von Armin Knab abgelöst. Foto: Joachim RehleBeim Weißwasseraner Traditionsunternehmen Nickel-Fenster GmbH & Co KG ist ein Generationswechsel eingeleitet worden. Seit Anfang des Jahres hat der aus der Nähe von Stuttgart stammende Armin Knab die Führung des Unternehmens übernommen. „Irgendwann mussten wir die Weichen für die Zukunft stellen“, erklärt der scheidende Geschäftsführer Gottfried Haberhausen und fügt an: „Leider haben wir niemanden, der aus der Familie nachrückt, sodass wir uns frühzeitig um einen Unternehmensnachfolger gekümmert haben.“ Er gehe davon aus, dass der „Neue“ die Lage des Unternehmens richtig einschätzt. In vielen Gesprächen habe man die Ausrichtung der Firma diskutiert, sei sich bei allem einig geworden. „Das Wichtigste ist, das Basisgeschäft zu sichern und sich weitere Standbeine zu schaffen, um wirtschaftlich weiterhin erfolgreich zu sein“, betont Armin Knab.

Große Erfolgsgeschichte

Noch vor gut elf Jahren hatte Gottfried Haberhausen das Unternehmen vor dem Aus bewahrt. Nun geht er in den Ruhestand. Ganz verabschiedet sich der 67-Jährige aber noch nicht, will noch weiterhin beratend dem neuen Firmenchef zur Seite stehen. Der kommt nämlich nicht aus der Branche, war bislang in Service-Unternehmen tätig. In dem Weißwasseraner Fensterbauer allerdings findet er eine solide Firma vor, „die enormes Potenzial hat“, wie Knab einschätzt.

Heute nämlich beschäftigt die Firma 65 Mitarbeiter, darunter sieben Auszubildende. „Wir haben zwar noch Kooperationspartner in Polen und Thüringen, aber die schiere Anzahl der Aufträge können wir immer noch nicht abdecken“, erklärt Gottfried Haberhausen. Das Unternehmen wolle deshalb weiter in den Markt wachsen, suche auch neue Mitarbeiter. „Der Herausforderung, neue Leute zu finden, müssen wir uns stellen“, schätzt auch Armin Knab ein. Er hofft zudem auch auf eine bessere Straßenanbindung der Stadt an die Autobahn, denn „Zeit ist eben auch Geld“.

Alle Zeichen stehen nämlich auf Wachstum. 2017 konnte Nickel-Fenster einen Umsatz von weit über sieben Millionen Euro verzeichnen. Für dieses Jahr will man die acht Millionen Euro knacken. Neben dem Produktionsstandort Weißwasser gibt es Niederlassungen in Leipzig, Dresden und Berlin. Auch in den USA sind Fenster aus Weißwasser gefragt. „Im kalifornischen Monterey liefern wir für eine Villa eine Spezialanfertigung“, erklärt Armin Knab. Noch in diesen Tagen verlässt ein Auftrag für St. Tropez das Werk. „Wir könnten noch auf weiteren Märkten agieren, aber irgendwann ist das Hemd zu klein“, gibt Haberhausen zu verstehen. Heißt: Schritt für Schritt wollen Haberhausen und Knab das Unternehmen weiterentwickeln.

Neue Standbeine schaffen

Bereits im vergangenen Jahr haben die Weißwasseraner verstärkt auf Automatisierung gesetzt. Mehr als 900 000 Euro wurden beispielsweise in eine neue Farbanlage investiert. Ende des Jahres soll ein Roboter dann Fenster mit Farbe besprühen; eine Arbeit, die bislang noch von Menschenhand erledigt wird. „Wir haben immer nur das investiert, was wir uns leisten können“, betont Gottfried Haberhausen. So sei es auch möglich gewesen, jeden Monat den Lohn für die Beschäftigten zu erarbeiten und auszuzahlen. „Und das ist nicht selbstverständlich in der Region“, sagt der scheidende Geschäftsführer.

Mit dem neuen Roboter steigen allerdings auch die Ansprüche an die Beschäftigten. Hochqualifiziertes Personal werde verstärkt gesucht, um die Anlagen zu bedienen. „2019 wollen wir unsere Entwicklungen in Sachen Brandschutz- und Sicherheitsfenster und -türen weiterentwickeln, um so neue Standbeine zu schaffen“, erklärt Armin Knab weiter. Denn um weiterhin am Markt bestehen zu können, müssen sich bei den Weißwasseranern mehrere Rädchen ineinanderfügen. Eines davon ist auch die Effizienzsteigerung der Produktion: „Ein starkes Kriterium am Markt ist der Preis“, sagt der neue Firmenchef mit Blick auf Konkurrenten aus dem Ausland. Es genüge nämlich nicht, nur Produkte anzubieten, die kein anderer hat – beispielsweise in Sachen Denkmalschutz – sondern auch der Preis müsse stimmen. Man sei zuversichtlich, mit der Belegschaft die selbstgesteckten Ziele zu erreichen. So soll auch der Bereich Aluminium-Fenster weiter ausgebaut werden. „Wie sich die Mitarbeiter hier in den vergangenen Jahren reingehangen haben, nötigt mir viel Respekt ab“, so Haberhausen. Er sei deshalb zuversichtlich, dass sich die Weißwasseraner auch weiterhin am Markt behaupten.

Eng verwoben mit der Stadt

Dass die Firma eng mit der Stadt verwoben ist, das hat Armin Knab schnell gemerkt. „Wir haben nicht viel produzierendes Gewerbe“, erklärt Weißwassers Oberbürgermeister Torsten Pötzsch (Klartext). Umso mehr freue er sich deshalb, dass Nickel-Fenster die Weichen für die Zukunft stellt und auf Mitarbeitersuche ist. Auch das Sommerfest, was die Mitarbeiter seinerzeit in Eigenregie aus der Taufe hoben, ist alljährlich ein Höhepunkt. „Das Unternehmen ist für unsere Stadt sehr wichtig“, stellt auch Stadtvereinschef Frank Schwarzkopf klar. Allein die Beteiligung der Firma an dem Stadtvereins-Vorhaben, ein Terminal am Bahnhof zu installieren, sei keine Selbstverständlichkeit.

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Reg.-Nr. 101.001571


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